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Italienische Weine

Italien ist das Land, das weltweit am meisten Weintrauben anbaut, sogar noch vor Frankreich. Qualitäts-Weinreben findet man so gut wie immer an Hanglagen und nicht auf der Ebene. Ein positiver Faktor zumindest für Norditalien ist, dass die Alpen die Weinreben vor Schlechtwetter-Einflüssen abschirmen und so die Wahrscheinlichkeit von schlechten Ernten auf Grund des Wetters minimiert wird. Italienische Weine werden weltweit geschätzt und gerne getrunken. Einen hohen Standard bringen nicht nur die Qualitätsstufen und die damit verbundenen Kontrollen, sondern auch das generelle Verbot der Chaptalisation, das Anreichern des Weines mit Zucker, was in anderen Ländern, wenn auch oft unter strengen Bedingungen, zugelassen ist. Deutscher Wein und französischer Wein dürfen zum Beispiel in bestimmten Qualitätsstufen und mit begrenzter Menge von Zucker chaptalisiert werden. Italienischer Weine dürfen jedoch mit starkem Most angereichert werden, was vor allem bei schwachen Weinen Anwendung findet.

Italienische Weine: Qualitätsstufen

Italienische Weine könnte man in zwei Kategorien aufteilen, den "normalen" Tafelweinen (Vino da Tavola) ohne besondere Prüfung der Qualität und ohne Herkunftsangaben und den Qualitätsweinen mit Herkunftsangaben. Die Qualitätsweine sind nochmal in drei Qualitätsstufen unterteilt: IGT, DOC und DOCG, wobei DOCG-Weine die hochwertigsten sind.

Vino da Tavola (Tafelwein)

Die unterste Qualitätsstufe bei italienischen Weinen ist der Tafelwein, der Vino da Tavola. Wobei der Begriff "Tafelwein" durch eine EU-Weinmarktordnung durch den Begriff "Wein" ersetzt wurde. Bei diesen Weinen wird keine besondere Qualitätsprüfung durchgeführt. Allerdings finden sich in dieser Kategorie teilweise auch qualitativ hochwertige italienische Weine, die einfach nicht den Regeln der höheren Qualitätsstufen entsprechen, dennoch von der Qualität mit diesen Weinen mithalten können.

IGT (Indicazione Geografica Tipica)

Bei den IGT-Weine (Indicazione Geografica Tipica), die man am besten mit deutschem Landwein vergleichen könnte, findet sich ebenfalls ein großes Spektrum an Qualität. Manche hochwertige Weine erhalten zum Beispiel nur kein DOC- oder DOCG-Zertifikat, weil nicht vorgeschriebene Trauben verwendet werden. Allerdings ist der Ruf der Tafelweine (und IGT-Weine) in Italien viel besser als beispielsweise bei den Tafelweinen (und Landweinen) in Deutschland. Prozentual schaffen es in Deutschland allerdings auch viel mehr Weine in die Stufe Qualitätsweine. In Italien sind IGT-Weine oder auch Tafelweine zum Essen und als Tischwein vollkommen akzeptabel und genießen ein hohes Ansehen. Auf dem Etikett findet man oft geographische Angaben und Informationen über die Rebsorte(n). Seit der EU-Weinmarktordnung von 2009 wurde diese Kategorie europaweit unter dem Begriff "geschützte geografische Angabe" (g.g.A.) vereinheitlicht, ins italienische übersetzt: Indicazione Geografica Protetta (IGP). IGT bedeutet also dasselbe wie IGP und darf ebenfalls als Angabe verwendet.

DOC - Denominazione di Origine Controllata (kontrollierte Herkunft)

Die Qualitätsstufe DOC (Denominazione di Origine Controllata) wurde 1963 eingeführt und hatte das Ziel eine Qualitätsverbesserung bei italienischen Weinen (und Balsamico) als Ziel. Bei DOC-Weinen gibt es einige Zulassungsbeschränkungen, so dürfen zum Beispiel nur bestimmte Rebsorten verwendet werden. Außerdem gibt es extra zugelassene DOC-Anbaugebiete, einen Höchstwert beim Ertrag pro Hektar und die italienischen Weine dürfen nicht in Gefäße mit einem größeren Volumen wie fünf Liter abgefüllt werden. Inzwischen gibt es über 200 verschiedene italienische Weine mit DOC-Klassifizierung und kontrollierter Herkunftsbezeichnung, wie zum Beispiel den Soave. Weitere Angaben sind ebenfalls gebräuchlich, wie zum Beispiel Ortsangaben (vino nobile di...) und Prädikate wie Riserva oder Vecchio, die eine lange Fasslagerung bezeichnen.

DOCG - Denominazione di Origine Controllata e Garantita (kontrollierte und garantierte Herkunft)

In der obersten Qualitätsstufe bei italienischen Weinen, der DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) findet man circa 70 Weine, wie beispielsweise Chianti und Chianti Classico. Es gelten dieselben Vorschriften wie bei DOC-Weinen und noch einige mehr, um die höchste Qualität zu sichern. So müssen die Weine im Anbaugebiet auf Flaschen gezogen werden, dürfen also nicht zum Beispiel in Tanks transportiert werden, um den Geschmack nicht zu beeinflussen. Desweiteren gibt es genauere und strengere Kontrollen, was zu einer garantierten Ursprungsbezeichnung führt. Die Flaschen der DOCG-Weine sind immer mit eine Banderole am Hals verziert.

Italienische Weine - Rebsorten

Italienische Weine: Sangiovese

Sangiovese - italienische Weine

Sangiovese ist eine der am meisten angebauten Rebsorten Italiens, wird als Edelrebe bezeichnet und ist weltweit begehrt. Der Name kommt aus dem lateinischen-italienischen und könnte man mit Jupiters Blut (Sanguis Giove) übersetzen. Sangiovese ging aus einer natürlichen Kreuzung der Sorten Sorten Ciliegiolo und Calabrese di Montenuovo hervor und wurde bereits von den Etruskern vor über 2500 Jahren kultiviert. Auch heute noch sind die Hauptanbaugebiete in den Siedlungsgebieten der Etrusker, wie zum Beispiel die Toskana oder die Emilia-Romagna, aus denen italienische Weine wie Sangiovese di Aprilia, Sangiovese di Romagna und Sangiovese di Colli Perisi hervorgehen. Sangiovese findet man hauptsächlich in Italien, kleinere Anbaugebiete gibt es aber auch in anderen Ländern weltweit, wie beispielsweise Argentinien, Australien, Kalifornien und Israel. Die Rebsorte ist anfällig für Phytoplasma-Befall, was zu Vergilbungskrankheiten führt.

Sangiovese ist eine der wichtigsten Rebsorten für italienische Weine und unter anderem Hauptbestandteil des Chiantis, aber auch anderer berühmten Weine wie dem Vino Nobile di Montepulciano (Sangiovese-Klon Prugnolo Gentile und Carmignano), dem Tignanello (Verschnitt mit Cabernet Sauvignon), dem Rossos de Montefalco und dem Rossos Piceno. Pergole Torte besteht vollkommen, also sortenrein aus Sangiovese, sowie der Morellino di Scansano, der ein starkes Kirschen-Aroma besitzt. Allgemein besitzen italienische Weine aus Sangiovese meistens eine ausgeprägte Struktur von Tanninen und Säure und eine kräftige Farbe

Italienische Weine: Trebbiano / Ugni Blanc

Trebbiano - Ugni Blanc - italienische Weine

Trebbiano oder Trebbiano Toscano ist die am meisten angebaute Rebsorte Italiens und Frankreich, wo sie Ugni Blanc oder Saint-Émilio genannt wird. Man vermutet, dass sie vom päpstlichen Hof in Avignon im 14. Jahrhundert aus Italien importiert wurde. Trebbiano ist eine sehr alte Rebsorte, ist verwandt mit der Rebsorte Garganega und liefert sehr große Erträge. Dies erklärt auch die Anbaugebiete in Argentinien und Australien, wo man sie für White Shiraz und White Hermitage nutzt.

Trebbiano wird in sehr vielen Weinen als Hauptsorte genommen, so auch beim Orvieto, Lugana, Bianco di Custoza und Frascati. Italienische Weine in der DOC-Kategorie, die ausschließlich aus Trebbiano hergestellt werden, sind zum Beispiel Trebbiano di Romagna, Maremma Toscana, Trebbiano di Aprilia, Trebbiano d'Abruzzo und Trebbiano di Arborea. Trebbiano findet man aber auch als Nebensorte in einigen Weinen, sogar in Rotweinen wie dem Torgiano und dem Vino Nobile di Montepulciano. Weinkenner sehen den Trebbiano mit eher negativen Gefühlen und bemängeln, dass er zu vielen italienischen Weinen zugesetzt wird und den Geschmack nachteilig beeinflusst. Die reinsortigen Trebbiano-Weine sind tendenziell eher dünn, neutral und säuerlich, was bei der breiten Masse positiv aufgenommen wird. Wein-Gourmets beschreiben Trebbiano-Weine allerdings oft als belanglos, langweilig und schlicht. Der große Vorteil der Neutralität ist die vielseitige Einsetzbarkeit des Trebbianos. So wird der Wein vor allem in Frankreich oft zur Herstellung von Cognac genutzt. Und in Italien (Modena) wird der weltbekannte Essig Aceto Balsamico Tradizionale di Modena aus den Trebbiano-Trauben gewonnen.

Italienische Weine: Montepulciano

Montepulciano - italienische Weine

Die Rebsorte Montepulciano für italienische Weine nennt man auch Morellone, Cordisco, Uva Abruzzi oder Primaticcio. Neben Sangiovese ist Montepulciano die bedeutendste Rebsorte Mittelitaliens. Die Hauptanbaugebiete des Montepulcianos sind die Regionen Abruzzen. Dort werden auch die berühmten italienischen Weine Umbrien, Apulien, Marken und Montepulciano d'Abruzzo hergestellt. Der Montepulciano d'Abruzzo muss mindestens zu 70 Prozent aus der Rebsorte Montepulciano bestehen. Verwechslungen kommen oft vor, da nicht nur eine toskanische Stadt ebenfalls Montepulciano heißt, sondern auch der dort erzeugte Wein Vino Nobile di Montepulciano den Eindruck erweckt aus der Rebsorte Montepulciano zu bestehen. Tatsächlich wird der Vino Nobile di Montepulciano fast nur aus Sangiovese hergestellt und der Name ist auf die Stadt Montepulciano zurückzuführen. Außerdem wird in dieser Gegend überhaupt kein Montepulciano angebaut. Verständlich, dass es durch diese Umstände immer wieder zu Verwechslungen kommen kann.

Italienische Weine aus Montepulciano könnte man am Besten mit kräftig, würzig bis bodenständig und farbintensiv beschreiben. Italienische Weine aus Montepulciano können sowohl jung getrunken werden, als auch länger gelagert werden. Neben vielen italienischen Weinen bei denen Montepulciano als Zweit-Rebsorte genutzt wird, gibt es einige italienische Weine (San Severo rosso, Rosso Conero, Rosso Piceno, Biferno, Controguerra rosso, Controguerra Passito Rosso) bei denen hauptsächlich Montepulciano benutzt wird.

Italienische Weine: Catarratto Bianco

Catarratto Bianco - italienische Weine

Catarratto Bianco besitzt zwittrige Blüten und damit selbstfruchtend, was einen großen ökonomischen Vorteil mit sich bringt, da man keine männliche Pflanzen anbauen muss, die keinen Ertrag liefern. Catarratto Bianco hat eine Verwandtschaft zur Rebsorte Garganega, die genau Herkunft konnte aber nicht ermittelt werden. Catarratto Bianco gibt es in verschiedenen Variationen, Catarratto Bianco lucido und Catarratto Bianco comune, wobei man feststellte, dass es sich dabei um genetisch identische Sorten handelt und es Klone der gleichen Varietät sind.

Catarratto Bianco lucido

Catarratto Bianco lucido, auch bekannt unter den Namen Catarratto Bianco Lustro und Castellarowird, wird quasi nur auf der Insel Sizilien angebaut. Die Rebsorte ist spätreifend und es gehen italienischen Weine daraus hervor, die gelb bis bernsteinfarben und sehr alkoholreich sind. So wird die Rebsorte unter anderem für die Herstellung von Wermut genutzt. Aber auch bei vielen DOC-Weinen ist sie Bestandteil, wie beispielsweise beim Alcamo, Menfi bianco und Sciacca bianco.

Catarratto Bianco comune

Catarratto Bianco comune nennt man auch Catarratto Bianco Latino, Catarratto Bertolare, Catarratto Bianco Nostrale oder Catarratto Carteddaro. Sie wird ebenfalls fast nur auf Sizilien (speziell in der Region Kalabrien) angebaut, vereinzelt findet man sie auch in Tunesien, wohin sie durch italienische Auswanderer gelangte. Allerdings ist Catarratto Bianco comune trotzdem die am zweitmeisten angebaute weiße Rebsorte Italiens und hat ein größeres Anbaugebiet wie Catarratto Bianco lucido. Catarratto Bianco comune ist ebenfalls spätreifend und bringt aromatische, alkoholreiche Weine mit viel Säure hervor. So wird die Rebsorte zum Beispiel für die Herstellung von Marsala, Wermut und Corvo verwendet. Auch einige DOC-Weine, wie Contea di Sclafani Catarratti, Contea di Sclafani bianco und Alcamo, werden hauptsächlich oder teilweise aus Catarratto Bianco comune gemacht.

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