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Österreichischer Wein

Österreichischer Wein mag weltweit nicht so bekannt sein, wie beispielsweise französischer Wein, dennoch findet man unter den österreichischen Weinen einzigartige Tropfen und hochwertige Weine. Weiße Rebsorten dominieren zum großen Teil den Weinbau in Österreich.

Österreichischer Wein - Qualitätsstufen

Österreichischer Wein ist ähnlich wie deutscher Wein in viele Qualitätsstufen unterteilt. Teilweise überschneiden sich die Bezeichnungen und Anforderungen beim deutschen und österreichischen Wein. Österreichischer Wein kann man grob in drei Hauptkategorien unterteilen: Österreichischer Wein ohne Herkunftsbezeichnung Weine mit geschützter, geografischer Angabe (g.g.A.), und österreichischer Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.).

Österreichischer Wein ohne Herkunftsbezeichnung

"Tafelwein" wurde in der Weinmarktordnung von 2009 durch "Wein" ersetzt. Viele Anforderungen muss diese Art österreichischer Wein nicht erfüllen: Es benötigt keine Ertragsbegrenzung, keine Sorten-Angabe, keine Jahres-Angabe und es sind sogar Verschnitte über die Landesgrenzen hinaus möglich (innerhalb der EU). Die Alkohol-Anreicherung darf maximal 2,0 Prozent betragen und nach der Anreicherung darf roter österreichischer Wein maximal 12,0 Prozent und weißer 12,5 Prozent haben. Gängige Bezeichnungen für österreichischen Wein sind "Wein aus Österreich - weiß" oder "Wein aus Österreich - rot".

Rebsorten- und Jahres-Angaben dürfen unter folgenden Bedingungen gemacht werden:

Wein mit geschützter, geografischer Angabe (g.g.A.) - Landwein

Österreichischer Wein mit geschützter, geografischer Angabe, abgekürzt g.g.A. oder auch Landwein genannt muss ein Mostgewicht von mindestens 68 Grad Oechsle besitzen, was ungefähr 14 °KMW entspricht. Trauben für diese Weine dürfen nicht aus verschiedenen Weinbauregionen stammen, sondern nur aus einer Einzigen. Außerdem muss es sich bei den Trauben um Qualitätsrebsorten handeln. Der Höchstertrag pro Hektar ist auf 9000 kg, beziehungsweise auf 6750 Liter Wein festgelegt. Österreichischer Landwein muss mindestens 4 g pro Liter Säure enthalten und im Geruch und Aussehen fehlerfrei sein. Der Alkoholwert darf zwar künstlich erhöht werden, aber maximal um 2.0 %vol. Desweiteren darf der Gesamtalkoholgehalt nach der Anreicherung bei Rotwein höchstens 14.5 %vol betragen, bei Weißwein 13.5 %vol. Sowie der Alkoholgehalt, muss der Wein auf dem Etikett als "Landwein" bezeichnet werden und der Bezeichnung entsprechende Eigenart aufweisen.

Österreichischer Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.)

Die GMO-Wein besagt: Qualitätsweine, Prädikatsweine und DAC-Weine sind Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Der Ertrag bei Qualitäts- und Prädikatsweinen ist auf höchstens 9000 kg, oder 6750 Liter Wein, pro Hektar beschränkt. Außerdem müssen alle Qualitätsweine und Prädikatsweine eine staatliche Prüfung durchlaufen, inklusive der Vergabe einer staatlichen Prüfnummer, die man auf dem Etikett findet.

Qualitätswein:
Österreichischer Qualitätswein muss ein Mostgewicht von mindestens 15 °KMW, beziehungsweise 73 Grad Oechsle besitzen. Alkoholerhöhung und Anreicherung ist in einer Spanne von 2.0 %vol möglich, bei Weißwein bis zu einem Gesamtalkoholgehalt von 13.5 %vol, bei Rotwein bis 14.5 %vol. Gesüßt werden darf österreichischer Qualitätswein bis zu einem Gehalt von 15 g unvergorenem Zucker

Kabinett:
Beim Kabinett-Wein ist keine Alkoholerhöhung, Anreicherung und keine Süßung möglich. Der Wein darf höchstens 13 %vol Alkohol und ein Gehalt von 9 g unvergorenen Zucker pro Liter besitzen. Das Mindestmostgewicht beim österreichischen Kabinett-Wein beträgt 84 Grad Oechsle, was 17 °KMW entspricht.

Österreichischer DAC-Wein (Districtus Austriae Controllatus)

Erst seit 2003 gibt es in Österreich sogenannte DAC-Weine, wobei das DAC für "Districtus Austriae Controllatus" steht. DAC-Weine sind im Grunde gebietsspezifische Qualitätsweine, also ein Qualitätswein aus einem bestimmten Anbaugebiet. Die entsprechenden "interprofessionellen Komitees" beschließen die Vorschriften für die DAC-Weinen, wie Qualitätsanforderungen und Rebsorten. Das Ziel der Einführung der DAC-Weine war, in Österreich eine Qualitätskategorie zu schaffen, die man international vergleichen kann.

Prädikatsweine

Österreichischer Wein in der Kategorie Prädikatsweine wird wie beim deutschen Wein über das Mostgewicht definiert. Außerdem dürfen österreichische Prädikatsweine nicht chaptalisiert oder sonstwie gesüßt oder angereichert werden, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Angaben auf der Prädikatswein-Flasche sind Jahrgang, Rebsorte, Qualitätsstufe, Weinbaugebiet, staatliche Prüfnummer und eine rot-weiß-rote Banderole:

Spätlese: mindestens 94 Grad Oechsle (19 °KMW)

Auslese: mindestens 105 Grad Oechsle (21 °KMW)

Eiswein oder Schilfwein: mindestens 127 Grad Oechsle (25 °KMW)

Strohwein: mindestens 127 Grad Oechsle (25 °KMW)

Beerenauslese: mindestens 127 Grad Oechsle (25 °KMW)

Ausbruch: mindestens 138 Grad Oechsle (27 °KMW)

Trockenbeerenauslese: mindestens 150 Grad Oechsle (30 °KMW)

(Was bedeutet Mostgewicht, Oechsle und °KMW)

Geschichte - österreichischer Wein

Österreichischer Wein - Anbau

Die Geschichte des Weinanbaus in Österreich kann durch Traubenkernfunde bis 700-800 v. Chr. zurückdatiert werden, auch wenn zu dieser Zeit sicherlich noch keine großen Mengen angebaut wurden. Unter der römischen Herrschaft ab 15 v. Chr. verbreitet sich der Weinanbau in Österreich schnell, allerdings wurde die Qualität von Geschichtsschreibern als schlecht beschrieben. Durch die Römer wurden Weinbau-Techniken und auch die Qualität des Weines besser. Durch Kaiser Probus, der 276 - 282 n. Chr. regierte, verbreitete sich der Weinanbau immer mehr. In der Probus-Biographie (Historia Augusta) heißt es: "Er erlaubte allen Galliern, Spaniern und Briten, Reben zu besitzen und Wein herzustellen." Der Zerfall des römischen Reiches und die daraus resultierenden Überfälle, beeinflusste den Weinbau in Österreich negativ. Erst um 800 n. Chr. unter Karl dem Großen stieg die Qualität wieder, da er die ersten Vorschriften zum Weinanbau verfasste. So durften die Trauben, auf Grund der Reinlichkeit nicht mehr mit den Füßen entsaftet werden und der Wein durfte nicht mehr in Schläuchen, sondern musste in Fässern gelagert werden. Sogar Rebsorten wurden selektioniert und in gute (fränkische) und schlechte (hunnische) eingeteilt.

Während der mittelalterlichen Warmzeit erreichte der Weinbau im Heiligen Römischen Reich seinen absoluten Höhepunkt und die gesamte Rebfläche war fast zehnmal so groß wie heute. Ab 1867 erlebte der Weinanbau allerdings herbe Rückschläge, da die Reben von der Reblaus und diversen Pilzkrankheiten befallen wurden. Diese Krise wurde erst durch den Einsatz von amerikanischen Unterlagsreben überwunden. In der Weinbau-Schule Krems, die 1875 gegründet wurde, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich widerstandsfähige Rebsorten wie Zweigelt, Blauburger und Goldburger gezüchtet, aus denen auch heute noch ein Großteil des österreichischen Weines hergestellt wird. 1985 kam schließlich der große österreichische Wein Skandal: der Glykolwein-Skandal. Winzer mischten einfachen Weinen Diethylenglykol bei, um ihnen mehr Körper zu geben und so die Illusion eines besseren Weines zu erzeugen. Etwas Gutes hatte dieser Skandal, denn daraus ging der österreichische Qualitätsweinbau hervor. Das Weingesetz war zu dieser Zeit das strengste in ganz Europa und auch heute noch wird österreichischer Wein in viele verschiedene Qualitätsstufen unterteilt und streng kontrolliert.

Österreichischer Wein - Rebsorten

Österreichischer Wein: Grüner Veltliner / Weißgipfler

Grüner Veltliner - Weißgipfler - oesterreichischer Wein

Die Rebsorte Grüner Veltliner ist vorwiegend in Österreich auch unter dem Namen Weißgipfler bekannt. Grüner Veltiner ist nicht verwandt mit Frührotem Veltliner oder Rotem Veltliner. Sie ist eine natürliche Kreuzung von Traminer und St. Georgen und gedeiht vor allem auf Lössböden gut. Man findet zwar kleine Mengen Grüner Veltliner auch in Mitteleuropa und in den USA, Neuseeland und Australien, hauptsächlich jedoch in Österreich, vor allem in Niederösterreich. Das Hauptanbaugebiet ist das Weinviertel im Nordosten Niederösterreichs, was auch Viertel unter dem Manhartsberg genannt wird. Zwischenzeitlich belegte der Grüner Veltliner ein Drittel der gesamten Anbaufläche Österreichs und ist die wichtigste Rebsorte für österreichischen Wein. Der Weinviertel DAC, der erste österreichische DAC-Wein wurde dem Grünen Veltliner gewidmet.

Österreichischer Wein aus Grünem Veltliner kann man auf jeden Fall länger lagern, wenn es ein guter Wein ist. Österreichischer Wein aus Grünem Veltliner besitzt ein intensives Bouquet und eine herzhafte Frische, die vor allem am Gaumen besticht. Oft schmeckt man die Aromen nach Tabak oder weißem Pfeffer leicht heraus. Der Geschmack nach Früchten, vor allem nach Pfirsich und nach Citrus überwiegt jedoch.

Österreichischer Wein: Zweigelt / Rotburger / Zweigeltrebe

Zweigelt - oesterreichischer Wein

Aus Zweigelt, auch bekannt unter den Namen Rotburger, Zweigeltrebe, Blauer Zweigelt und Zweigelt Blau wird vorwiegend österreichischer Wein gekeltert, da man diese Rebsorte nur selten in anderen Ländern als Österreich vorfindet. Zweigelt wird überwiegend in den östlichen Weinbaugebieten Niederösterreichs, vor allem im Weinbaugebiet Neusiedlersee, angepflanzt. Die Rebsorte Zweigelt wurde 1922 von dem späteren Direktor der Höheren Bundeslehr- und Bundesversuchsstation für Wein-, Obst- und Gartenbau Friedrich Zweigelt, aus den Sorten St. Laurent und Blaufränkisch gezüchtet. Der Herkunftsort Klosterneuburg und die rote Farbe der Trauben führte zu dem ersten Namen der Rebsorte: Rotburger. Mit der Qualitätsweinrebensorten-Verordnung 1975 wurde die Rebsorte schließlich in Zweigelt umbenannt. Beliebt wurde die Rebsorte durch ihre geringen Bodenansprüche und durch den hohen Widerstand gegen Winterfrost. Allerdings ist sie botrytisanfällig und die Beeren der Trauben reifen ungleichmäßig. Dies und die regelmäßig großen Erträge, durch die hohe Fruchtbarkeit, führt zu einem hohen Arbeitsaufwand, wie Laubarbeit und Ertragsregulierung. Österreichischer Wein mit einer hohen Qualität kann ein Winzer nur dann erzeugen, wenn eine Ertragsregulierung und eine fachgerechter Vinifizierung durchgeführt wird, da bei zu hohen Erträgen der gekelterter Wein dünn und der Geschmack unharmonisch wird. Eine Lagerung in zum Beispiel Barrique-Fässern halten viele zur Qualitätssicherung für ebenfalls nötig, außerdem wird der Zweigelt-Wein dadurch sehr lange haltbar.

Österreichischer Wein aus Zweigelt ist bei zu hohen Erträgen hellrot, dünn und geschmacklich nicht harmonisch, bei fachgerechter Behandlung kann jedoch ein hohe Wein-Qualität erreicht werden. Dann ist Zweigelt - österreichischer Wein fruchtig, mit rötlich-violetter Farbe und substanzreich. Das Bukett besteht öfters aus Vanille-Aromen und im Abgang aus weichen Tanninen. Das Aroma junger Zweigelt - Weine wird oft mit dem charakteristischen Weichselkirsch (Sauerkirsche) beschrieben.

Österreichischer Wein: Welschriesling

Welschriesling - oesterreichischer Wein

Die Rebsorte Welschriesling kommt wahrscheinlich aus Norditalien, die genaue Herkunft ist ebenso wie die Abstammung nicht genau geklärt. Die nächst-verwandte Rebsorte ist der Elbling. Irrtümlich wird oft angenommen der Welschriesling ist mit dem (Rhein- oder Weißen) Riesling verwandt, was nicht der Fall ist. Welschriesling ist anfällig gegenüber Stiellähme, spät reifend und frost-resistent. Auf sandigem, mit Nährstoffen und Wasser gut versorgten Boden gedeiht er besonders gut. Das Klima in Mittel- und Südosteuropa mit geringen Niederschlagsmengen eignet sich besonders gut für den Anbau von Welschriesling. Dementsprechend ist die Rebsorte auch hauptsächlich in diesem Gebiet zu finden, vor allem in Österreich und Ungarn, wo Welschriesling eine der wichtigsten Rebsorten ist.

Österreichischer Wein aus Welschriesling ist meist trocken und nicht extrem lange lagerfähig, da der Wein sonst seine typische fruchtige Note verliert. Welschriesling liefert österreichischen Wein mit leichter Struktur, einem frischen Geschmack und einem fruchtigen Aroma, in dem grüner Apfel dominiert. Bei jungen Welschriesling-Weinen ist die Farbe meisten hell-grüngelb, bei süßen Beeren- und Trockenbeerenauslesen bekommt der Wein satte Goldtöne.

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